Neues Einsatzfahrzeug für die Bergungsgruppe 2

Kurz vor dem Jahreswechsel konnten die Einsatzkräfte des Vlothoer Technischen Hilfswerks ein Neufahrzeug in Empfang nehmen.

Bei dem LKW mit Ladebordwand handelt es sich um ein Einsatzfahrzeug, das als so genannter „Mehrzweckkraftwagen“ (MzKW) in der Bergungsgruppe 2 genutzt werden wird. Es ersetzt dort ein über 20 Jahre altes Fahrzeug, das den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügt. Auf dem modernen Fahrzeug findet die Geräteausstattung der Bergungsgruppe in Rollcontainern ihren Platz, die für die Nutzung des Fahrzeugs zum Materialtransport auch schnell abgeladen werden können.

Das Fahrzeug ist so flexibel einsetzbar und erhöht den Einsatzwert des THW-Ortsverbands weiter. Die offizielle Indienststellung des Fahrzeugs wird nach dem Verlasten der Geräteausstattung im kommenden Jahr erfolgen.

Digitalfunk im THW

Digitalfunk im THW: Bei einer Ausbildungsveranstaltung heute wurden zehn Sprechfunker des Technischen Zugs in den digitalen Sprechfunk eingewiesen. Neben der Gerätekunde an den Handgeräten wurde auch die geplante Fahrzeugausstattung erläutert, die in 2014 ausgeliefert wird. Abschließend konnten sich die Einsatzkräfte bei einer Funkübung mit der neuen Technik vertraut machen. Weitere Übungen, auch zur Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, werden im kommenden Jahr folgen.

Hochwassereinsatz

Auch das THW in Ostwestfalen-Lippe ist seit gestern im Hochwassereinsatz, dabei auch Einsatzkräfte aus dem Ortsverband Vlotho. Nach Alarmierung am Vormittag wurden die Bergungsgruppen zunächst in einem Bereitstellungsraum gesammelt und dort verpflegt, danach ging es für etwa 250 Helfer aus den THW-Geschäftsführerbereichen Bielefeld, Arnsberg und Münster auf den Weg nach Sachsen-Anhalt.

Vor Ort begannen die Einsatzkräfte direkt mit wichtigen Deichsicherungsmaßnahmen, die unter anderem das Befüllen und Verbauen von Sandsäcken umfassen. Dabei können gefährdete Deiche erhöht oder bei bereits aufgetretenen Beschädigungen verstärkt werden. Die Dauer des momentanen Einsatzes ist noch nicht abzusehen. Weiterhin steht die Vlothoer Fachgruppe für Wassergefahren in Bereitschaft und kann bei Bedarf ebenfalls in die Hochwassergebiete entsendet werden.

Ausbildung für den Hochwasserschutz

as tun, wenn das Hochwasser kommt? Dieser Frage gingen die Einsatzkräfte des Vlothoer Technischen Hilfswerks am vergangenen Wochenende nach. In einer zweitägigen Ausbildung lernten die THW-Helfer, wie man Deiche bei steigendem Wasser sichert. Bereits am Freitagabend wurden die Vorbereitungen getroffen. Etwa 1.500 Sandsäcke wurden gefüllt und auf Paletten gestapelt, insgesamt musste dabei ein Gewicht von knapp 30 Tonnen auf den Fahrzeugen und Anhängern des THW verteilt werden.

Am Samstag folgte dann die eigentliche Ausbildung. Auf dem Gelände der REKU Thermoforming Reckermann GmbH in Vlotho-Uffeln konnten die Einsatzkräfte verschiedene Maßnahmen zur Deichverteidigung unter realen Bedingungen erproben. Den Anfang machte dabei die so genannte „Auflast“, bei der ein durchweichter Deich auf der Landseite durch flächig ausgelegte Sandsäcke stabilisiert wird.

Nach dem Abbau folgte die „Aufkadung“, bei der ein Deich durch gestapelte Sandsäcke zusätzlich erhöht wird. „Üblicherweise“, so Mirco Engelking, Truppführer im THW und Ausbilder bei dieser Veranstaltung, „werden Auflast und Aufkadung zur Deichverteidigung gemeinsam genutzt. Aufgrund der großen Menge dafür benötigter Sandsäcke bauen wir die Maßnahmen bei dieser Ausbildung allerdings nacheinander auf.“ Als drittes Objekt wurde durch die THW-Helfer eine „Quellkade“ gebaut. Sie kommt zum Einsatz, wenn ein Deich bereits beschädigt ist und von Wasser durchspült wird. Durch den Aufbau eines Auffangbeckens aus Sandsäcken kann die Geschwindigkeit des durchströmenden Wassers vermindert und so eine zusätzliche Schädigung des Deiches verhindert werden.

In den vergangenen Jahren waren Vlothoer THW-Helfer bei den Jahrhunderthochwassern an Oder und Elbe, aber auch bei weiteren Hochwasserlagen wie zum Beispiel 2010 in Osnabrück im Einsatz. „Diese Ausbildung“, so das Fazit von Zugführer Andreas Bartels, „ist eine gute Gelegenheit, um unsere Einsatzkräfte fit zu machen für den nächsten Hochwassereinsatz.“